„Ludwig, sei nicht so narrativ!“

Am Samstag, den 9. August um 21.05 Uhr Deutschlandfunk (DLF)
im Anschluss an Ludwig Harigs Hörspiel „Drei Männer im Feld“ hören Sie bitte:

„Ludwig, sei nicht so narrativ!“
Ludwig Harig als Hörspielmacher.
Von Jochen Meißner
Länge: 52:13

Mit seiner O-Ton-Collage „Staatsbegräbnis“ aus dem Jahr 1969 sorgte er für den größten Skandal in der deutschen Hörspielgeschichte. Doch schon seit Mitte der Fünfziger Jahre hatte Ludwig Harig in experimentellen Texten  die ästhetischen Voraussetzungen für das geschaffen, was man später das „Neue Hörspiel“ nennen sollte. Schon früh rügte ihm sein Mentor, der Philosoph und Literaturtheoretiker Max Bense: „Ludwig, du bist viel zu narrativ!“ Das hat den 1927 geborenen Schriftsteller, Übersetzer, und Hörspielmacher nicht verdrossen, weil Bense schon damals etwas erkannt habe, was ihm, Harig, noch nicht bewusst gewesen sei. Das Experimentelle und das Erzählerische sind für Ludwig Harig keine Gegensätze. Der Mensch ist für ihn dazu da die Sprache zu gewährleisten und etwas, wovon nicht erzählt werden kann oder wovon nie erzählt worden ist, ist überhaupt nicht geschehen.

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