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Hörspielkritik

Unverständnis ernten

Monika Rinck: Risiko und Idiotie Bayern2, Sa, 9.6.2022, 16.00 bis 17.00 Uhr Monika Rinck hat in ihrem Essay-Bad „Risiko und Idiotie“ beschrieben, wie sich die Figuren des Idioten und der Diva zueinander verhalten und dabei humorvoll das Alberne, das Komische und die Idiotien in der Lyrik-Produktion und –Rezeption analysiert. Doch …

Abak Safaei-Rad

Geschichten von Rassismus und Völkermord

Penda Diouf: Pisten NDR Kultur, 15.6.2022, 20.00 bis 21.20 Uhr In ihrem Stück „Pisten“ verknüpft die französische Schauspielerin und Dramatikerin Penda Diouf die Geschichte des Genozids an den Herero und Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika mit gegenwärtigen Fragen des Rassismus. Die Inszenierung von Christine Nagel wurde zum Hörspiel des Monats Juni …

Malte Scholz

Paradoxien des Authentischen

Philipp Stange: Great Depressions HR 2 Kultur, Sa, 23.00-23.30 Uhr Wie stellt man einen depressiven Zustand her, wenn der gerade darin besteht, dass man ihn nicht herstellen kann? Dieser Paradoxie widmet sich Jan Philipp Stange in seinem Hörspiel „Great Depressions“ nach dem gleichnamigen Theaterstück. Es beginnt mit einer Fluchtbewegung. Der …

Eine emanzipierte Reaktionärin

Angela Steidele: Anne Lister – Eine erotische Biographie HR 2 Kultur 8.5, 15.5., 22.5.2022, 22.00 bis 23.00 Uhr „Nie gerät die Biographin zufällig an ihre Heldin“, sagt Angela Steidele, Autorin einer erotischen Biografie der Britin Anne Lister, einer Zeitgenossin Jane Austens. Listers codierte Tagebücher erzählen von den Ausschweifungen einer emanzipierten …

Alles Privatsache

Für die Podcastreihe „Du sollst nicht … Wie die 10 Gebote unser Leben bestimmen“ hat der Filmemacher Jens Becker eine Prostituierte, einen Mörder, einen Gentlemangangster, eine Sektenaussteigerin und viele andere, die eines der zehn Gebote gebrochen haben, befragt. Doch warum bloß gibt es in jeder Folge auch ein Kurzhörspiel? 6, …

Ein Denkmal maschineller Wucherungen

Webdoku – Der radiphone Perec Georges Perec war einer der komischsten Vertreter der von Raymond Queneau gegründeten französischen Werkstatt für potenzielle Literatur (L‘Ouvroir de Littérature Potentielle – OuLiPo). In dieser Gruppe unterwarf man sich gerne bestimmten selbstgestellten Aufgaben. So verzichtete Perec in seinem Roman „La Disparation“ (dt. „Anton Voyls Fortgang“) …