„Knallfunken“ – öffentliche Vorführung

Als ein weiteres Vorspiel zum 6. Berliner Hörspielfestival im nächsten Jahr findet am

Do, 05.06.2014, 20.00 Uhr im Café ana y otto, Thaerstr. 19, 10249 Berlin

eine öffentliche Vorführung statt:

Knallfunken oder Der Missbrauch von Heeresgerät
Krieg im Hörspiel seit 1914
Eine kleine Mediengeschichte mit Marschmusik
Von Jochen Meißner
Mit: Astrid Meyerfeldt und Bernhard Schütz
Im O-Ton: Uwe Streich, Ronald Steckel, Ulrike Haage, Jürgen Becker
Produktion: D-Kultur, Redaktion: Barbara Gerland

Soundmirror - Knallfunken

Die Geschichte des Krieges in den akustischen Aufzeichnungs- und Übertragungsmedien beginnt vor Radio und Hörspiel. Die berühmte Kriegsrede von Kaiser Wilhelms II. an das deutsche Volk („Es muss denn das Schwert nun entscheiden“) vom 6. August 1914 wurde zwecks Überlieferung erst 1918 einem Phonographen anvertraut. Die Zwischenzeit füllen Millionen Tote. Der Erste Weltkrieg war Geburtshelfer des Radios als Echtzeitmedium. Der gerne zitierte Terminus vom Radio als „Missbrauch von Heeresgerät“ geht auf die Funker zurück, die für die Frontsoldaten nicht nur militärische Meldungen durchgaben, sondern auch Zeitungsartikel vorlasen oder Unterhaltungsmusik sendeten. Autoren von Andreas Ammer bis Orson Welles, von Ernst Johannsen bis Christian Lollike haben sich in ihrer Kunstform – dem Hörspiel – mit unterschiedlichsten Formen des Krieges auseinandergesetzt.

Prolog: Vorkrieg
Aus den Gräben in den Äther
Exkurs: Das Prinzip Live
Das Radio als Instrument
Der Kampf um den Äther
Epilog: Nachkrieg

Das Stück wird am 16.06.2014 um 0.05 Uhr auf Deutschlandradio Kultur wiederholt.

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