Hörspiel des Monats März 2013

La vie en vogue

Von Elodie Pascal
Regie: Elisabeth Putz
Dramaturgie: Barbara Gerland
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 54:09
Erstsendung: D-Kultur, 18.03.2013

Begründung der Jury

Das Hörspiel „La vie en vogue“ von Elodie Pascal (Regie: Elisabeth Putz) überzeugt durch die souveräne Klarheit, mit der es sich seinem Gegenstand, der Lebenswirklichkeit von Models, annimmt. Vorurteilsfrei und ohne moralisierende Fingerzeige nimmt die Produktion ihre Protagonisten ernst, das gemeinsame Agieren von authentischen Zeugen und Schauspielern verstärkt Spannung wie Glaubwürdigkeit des Stückes, das sowohl das gängige, mediengesteuerte Wissen über den Modelberuf hinterfragt, als auch weniger oder gar nicht bekannte Aspekte präzise, aber stets taktvoll zur Sprache bringt – zum Beispiel die Frage nach der Sexualität.

Sprachlich zurückhaltend und gerade deshalb überzeugend gestaltet sowie mit wenigen, aber markanten Leitmotiven inszeniert, setzt sich „La vie en vogue“ zugleich, quasi im Subtext, mit einem verbreiteten Phänomen auseinander: der Faszination durch einen Beruf, von dessen Ausübung viele junge Frauen träumen – oftmals ohne zu ahnen, welche Konsequenzen eine solche Karriere für die eigene Persönlichkeit und die sozialen Kontakte haben wird. Ein Lehrstück, das einen Zustand beschreibt, aber niemals didaktisch ist.

> Ausschnitt Elodie Pascal: La vie en vogue

Das Hörspiel wird am 4. Juni um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk (DLF) wiederholt.

Außerdem vergibt die Jury eine lobende Erwähnung für die NDR-Produktion „The dark side of the moon“ von Volker Präkelt über den Gitarristen und Komponisten Syd Barrett, den frühzeitig ausgeschiedenen Mitgründer der Rockband Pink Floyd, der an Schizophrenie litt.

 

 

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