Rotierende Sphären. Ferdinand Kriwet – eine Umrundung

Ein Programmhinweis in eigener Sache:

Deutschlandradio Kultur, 14. Juli 2013, 18.30 Uhr im Anschluss an „Rotoradio“

Jochen Meißner: Rotierende Sphären. Ferdinand Kriwet – eine Umrundung. SWR 2012 (auf 42 Min. gekürzte Fassung).

Mit: Nadine Kettler, Andreas Szerda
Im O-Ton: Ferdinand Kriwet, Ingo Kottkamp, Antje Vowinckel, Christian Wittmann.

1961, als gerade mal 19-jähriger ehemaliger Internatsschüler veröffentlichte Ferdinand Kriwet den experimentellen Roman „Rotor“. Ein absatzloser Fließtext in Blocksatz, interpunktionslos und in radikaler Kleinschreibung, in dem auf 106 einseitig bedruckten, unpaginierten Seiten ein ewig rotierendes Fortschreiben sich vollzieht. „Rotor“ ist eigentlich ein Rundbuch ohne Anfang und Ende, ähnlich wie die in konzentrischen Kreisen mit Schrift bedruckten „Rundscheiben“ des bildenden Künstlers Ferdinand Kriwet. Parallel zu diesen sogenannten „Sehtexten“ entstanden „Hörtexte“ für das Radio mit denen Ferdinand Kriwet zu einem der Begründer und wichtigsten Protagonisten den „Neuen Hörspiels“ wurde.
2011 widmete die Kunsthalle Düsseldorf dem Mixed-Media-Künstler Kriwet unter dem Titel „Yester’n’Today“ eine große Retrospektive und fast dreißig Jahre nach seinem letzten „Hörtext“ werden Kriwets Werke von einer neuen Generation junger Hörspielmacher wiederentdeckt. Ein vergessenes Exposé für ein Beat-Theater aus dem Jahr 1964 wurde zum furiosen „BeatTheater 2011“ und sein Debütroman „Rotor“ wurde gleich zwei Mal verhörspielt. In „Rotierende Sphären“ dreht sich alles um das Werk Ferdinand Kriwets.

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