Karl-Sczuka-Preis 2018 an Ulrike Janssen und Marc Matter

Ulrike Janssen. Bild: SWR/MEYER ORIGINALS/Werner Meyer.

Ulrike Janssen. Bild: SWR/Meyer Originals.

Der Karl-Sczuka-Preis 2019 geht an das Autorenduo Ulrike Janssen und Marc Matter für ihr Stück „Meer­schall­schwamm und Schweige­fang“ (Kritik hier). Der Preis für Hörspiel als Radiokunst ist mit 12.500 Euro dotiert. Der Preis wird am 20. Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen. Das Stück bei Deutschlandfunk Kultur nachhörbar.

Marc Matter. Bild: SWR/Filip Messner.

Marc Matter. Bild: SWR/Filip Messner.

 

Die Begründung der Jury

Der Karl-Sczuka-Preis des Jahres 2019 geht an Ulrike Janssen und Marc Matter für ihr mitreißendes Hörstück „Meerschallschwamm und Schweigefang“.
Mit subtilem Humor entwirft diese spielerische Sprachkomposition eine Führung durch ein imaginäres Museum kurioser Apparaturen zur Schallaufzeichnung und Klangwandlung. In poetisch fragmentierter Phantasiesprache stellt uns ein Audioguide Instrumente wie den Auralisator, den Sprachklangemulgator und den Schallfrierapparat vor. Tonbeispiele aus dem akustischen Eigenleben der Ausstellungsstücke treiben das absurde Spiel mit Wort und Geräusch auf die Spitze.

Der Jury unter Vorsitz von Christian Weiss gehörten an: Marcel Beyer, Julia Cloot, Michael Grote, Helmut Oehring.

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 74 Wettbewerbsbeiträge aus 17 Ländern eingereicht.

2011 wurde Ulrike Janssen bereits für ihr Stück „vogelherdrecherche“ mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Marc Matter als Mitglied der Künstlergruppe „Institut fuer Feinmotorik“ den Karl-Sczuka-Preis für das Stück „Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik“. Gemeinsam mit Dagmara Kraus erhielt Matter für „Entstehung. Dunkel.“ im Jahr 2015 den Karl-Sczuka-Förderpreis.

Der mit 5.000 Euro dotierte Karl-Sczuka-Förderpreis 2019 geht an die Produktion des Tschechischen Rundfunks „Hra na usi / The Ears Game“ von Jiří Adámek und Ladislav Źelezný.

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